Who the fuck is Anna Gold?

Auf jeden Fall liebt sie das Wort „fuck“ denkst du dir vielleicht nachdem du deinen Blick kurz über meine Seite hast schweifen lassen. Und ja damit hast du völlig Recht. Ich schreibe und schnacke wie mir der Schnabel gewachsen ist und Kraftausdrücke verleihen dem ganzen oft erst die richtige Würze und Nachdrücklichkeit. Finde ich jedenfalls.

Aber das ich so frei heraus bin war nicht immer so.

Bevor ich herausgefunden habe wer ich eigentlich wirklich bin habe ich jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, um bloß keine Fehler zu machen. Und im Gegenzug habe ich genau das selbe auch bei anderen Menschen gemacht. Das das weder zu Harmonie im Außen noch im Innen führte liegt auf der Hand.

Mein Leben war eine Achterbahnfahrt.

Und ehrlich gesagt ging es mehr runter als rauf. Von außen gesehen mag das gar nicht stimmen, aber in meinem Inneren hatte ich immer das Gefühl, dass wenn ich mal einen Schritt voran gekommen war ich direkt drei Schritte wieder zurück geworfen werde von meinem Leben.

Zu meinem dreißigsten Geburtstag hatte ich eigentlich alles was man sich so wünschen könnte.

Eine große, schöne Wohnung. Ein Freund, der mir einen Antrag machte. Zwei Pferde. Einen niedlichen Hund. Einen Job, in dem ich scheiße gut war und wirklich gut Kohle verdiente. Viele Freunde. Allein auf der Feier zu meinem 30ten waren 100 Personen.

Aber in meinem Herzen war es leer und eiskalt.

Mein Kopf hörte nie auf zu reden. Mein Körper stand unter Daueranspannung oder aber fiel in tiefe Erschöpfung aus der ich tagelang nicht wieder heraus kam. Ich war entweder auf Nulldiät oder hatte Fressattacken. Den ersten Burn Out mit 28 hatte ich geschickt mit Urlaub & „Außenterminen“ überspielt, aber die Hormondysbalance zeigte sich immer mehr in ausfallenden Haaren, extremen Regelschmerzen und entmineralisierten Zähnen.

Überhaupt funktionierte ich eigentlich morgens nur mit mindestens einer Kanne Kaffee und Abends konnte ich erst nach einem oder gerne auch zwei Gläsern Wein ein wenig entspannen.

Mein Leben war ein einziger Kampf für mich. Und nach Außen hin lächelte ich und war immer stark. Übernahm die Verantwortung für alles und jeden.

Funktionierte.

Und innerlich war ich ein Wrack. Nicht nur einmal dachte ich während einer Autofahrt darüber nach, ob es nicht einfacher und besser für alle um mich herum wäre, wenn ich einfach gegen diesen Baum da vorne fahren würde.

Um jetzt hier keinen Roman zu schreiben:

Den Antrag hab ich abgelehnt. Die Beziehung beendet. Den Job gekündigt (wobei das in einer Katastrophe endetet). Aus der Wohnung bin ich ausgezogen. Und von den 100 Freunden sind bis auf meine Beste Freundin kaum welche übrig geblieben. Was aber kein Verlust ist!

Mit 31 habe ich einen Mann kennen gelernt, der innerhalb von drei Wochen mein Leben von Grund auf verändert hat.

Er hat mir für einen Wimpernschlag das Gefühl gegeben genau so wie ich bin bin ich richtig. Ich werde geliebt egal was ich tue. Und danach hat er mir das Herz gebrochen. Dachte ich damals jedenfalls.

Heute weiß ich er hat mich ins Leben zurück gestoßen. In MEIN Leben.

Es folgte eine harte, aber auch wunderschöne Zeit der Selbstheilung all meiner inneren Wunden. Nach und nach wurde ich mir meiner Muster bewusst. Erkannte meine Selbstschutzstrategien und begrenzenden Glaubenssätze.

Fing an alles abzulegen was nicht ich war. Und mich selbst wieder neu kennen zu lernen. Über 20 Jahr hatte ich eine Maske getragen und hatte keinen Schimmer wer Anna Gold eigentlich war. Was sie mochte.

Heute darf ich mit meinen Methoden, mit meiner Arbeit andere Menschen auf genau diesem Weg zurück zu sch selbst begleiten und ich bin so fucking dankbar dafür.

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